Eine Frage an die Profis unter euch

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    • Eine Frage an die Profis unter euch

      Hallo Subaru Freunde und Freundinnen,

      nach längerem Baustopp geht`s nun hoffentlich wieder weiter.
      Immer kam der finanzielle Apsekt dazwischen und Berufliche Enttäuschungen, sodass die weiter Instandsetzung ins stocken geriet.
      Doch allem zum trotz is jetzt Schluss damit. Jetzt wird mit neuer Energy los gelegt und das ohne Rücksicht.

      Doch bevor es soweit is hab ich hier noch eine Frage an die Profis unter euch.

      Um die Roststellen zu entfernen klar brauch ich ne Flex. Diese is jetzt in Besorgung.
      Außerdem wird ja noch Material in Form von Konservierungsmittel und Unterbodenschutz gebraucht.
      Welches könnt ihr mir da empfehlen?
      Fehlende PS werden durch Rallygene ersetzt :D
    • Naja, direkt nach dem einschweißen würde ich (da ich mein Auto gern habe und Fan der "alten Schule" bin)
      die bearbeitete Stelle verzinnen. Dann Schleifen, grundieren, lackieren, logisch.
      Zu überlegen wäre dann ob du von hinten mit Hohlraumversiegelung ran kommst um die Stelle beidseitig zu schützen.
      Von "vorn" nimmst du entweder ein Unterboden- Hartwachs, oder Seilfett.
      Das Bitumenzeug ist als UnterbodenSCHUTZ nicht zu gebrauchen, da es Wasser durchlässt.
    • Kann Gruftie's Beitrag nur beipflichten. So ist es der richtige weg um ruhe zu haben.

      Der Unterbodenschutz auf Bitumbasis ist nicht zu empfehlen. Man versteckt nur die schadhaften stellen. Sieht zwar im ersten Moment schön aus,
      rächt sich später aber, da man den Gammel darunter nicht sieht.

      Hab gesehen das du in meinem Blog nach dem Material gefragt hast was ich verarbeite. Wurde jetzt ein bisschen Überarbeitet. ;)

      Klick
      :thumbsup: Hubraum statt Wohnraum :thumbsup:
    • Bitumen war auch (zum Glück) nie mein Gedanke gewesen.
      Der Sinn der Sache is ja das Auto noch seeehhrr lange zu fahren.

      Da ich den Wagen nicht selbst lackier, (Hab nur die Innenraumteile lackiert gehabt das blaulila an der Fahrerseite den Heckspoiler und die Motorhaube incl Front.) Nen ganzes Auto da hab ich die Möglichkeiten ned zu)
      kann ich so gesehen erstmal nur den Rost entfernen, die Kotis ran schweissen verzinnen , doe Hohlraumversiegelung drauf und dann, theoretisch gesehen ab zum Lackierer. ?(

      Jep SubiX hab ich. :D Bin ja Wissensdurstig und will meine Aufgabe ordentlich erfüllen so das ich mit dem Ergebnis dann auch zu frieden bin.
      Denn x mal umgebaut wird das Auto ned. Wenn fertig dann fertig.
      Fehlende PS werden durch Rallygene ersetzt :D
    • Hi Schneeflocke,

      da ich seit über 25 Jahren in der Old- und Jungtimer Szene unterwegs bin und selber 2 Autos seit 26 Jahren Fahre (die ich seinerzeit Konserviert habe) kann ich Dir folgende Tips geben.

      Bevor ich ein altes Autos Konserviere (wie meinen 13 Jahre alten Impreza oder meinen 18 Jahre jungen Maszda MX 3) wird erstmal gründlich gewaschen (Unterboden, Radhäuser, etc.) und aller loser Rost am Unterboden entfernt (Drahtbürste, etc.). Anschließend behandle ich angerostete Stellen mit Rostumwandler (BOB). mit Fertan arbeite ich nicht so gerne, da es nachträglich mit Wasser abgespült werden muss. Der BOB Rostumwandler ist auch gleichzeitig Grundierung und brauch nicht nachbehandelt werden. Den kannst Du mit nem Pinsel unterm Auto verwenden oder mit einer Druckbecherpistole (max. 3 bar Spritzdruck) die Hohlräume spritzen.

      Nach min. 3 Tagen Trocknung würde ich die Hohlräume nicht mit Wachs sondern mit Fetthaltigen Produkten konservieren. Wachs trocknet irgendwann aus und bekommt risse. Empfehlen kann ich hier z.B. Fluid Film A. Kleiner Nachteil des Fluid Film, es riecht etwas nach Fisch (legt sich aber nach 3-4 Wochen)

      Für den Unterboden nehme ich allerdings lieber Produkte auf Wachsbasis. Fetthaltige Produkte haben einen "Fliegenfänger Effekt" . Das ist unterm Auto nicht schön.

      Kein Fan bin ich von Mike Sanders Fett. Das Produkt an sich ist ziemlich gut, aber die Verarbeitung etwas schwierig. Dieses Fett muss erhitzt werden damit es flüssig wird. In einer Normalen Druckbecherpistole erkaltet das Fett durch die Druckluft aber relativ schnell und das Zeug wird zäh. Eine Beheizte Druckbecherpiszole ist ziemlich teuer.

      Also Du braucht eine Druckbecherpistole (keine Pistole für Normdosen). Die gibt es ab 30 €. (Spitzdruck ca. 4-5 bar). Ein Druckminderer (gibts ab 15 €) ist wichtig.

      BOB Rostumwandler ist leider ziemlich teuer (Spritzdruck max. 3 bar). 1 Ltr. kostet ca. 25 €, aber mit einem Liter kommst Du hin.

      Fluid Film Al kostet ein 5 Ltr. Kanister ca. 65 €. Das gibts auch in 400 Ml. Dosen für rund 10 €. Zum Nachbehandeln einzelner Stellen die mit der Sonde schwer erreichbar sind, sind 2 Dosen ganz hilfreich.

      Unterbodenschutzwachs kannst Du handelsübliche Liter Dosen Kaufen (ca. 10 €) 3 Dosen reichen für den Unterboden, Radhäuser.

      Der Bereich des hinteren Radlaufes lässt sich von innen wie folgt ganz gut konservieren:

      a) vom Kofferraum aus und
      b) wenn Du von der Fondtüre den Schlossträger oder den Türlichtkontaktschalter abbaust, kannst Du dort eine entsprechende Sonde einführen.

      Grundsätzlich: Weniger ist mehr. Also nicht Literweise Fett in die Hohlräume spritzen (tropft ab) sondern nur damit benebeln.

      So, ich hoffe ich konnte ein paar wertvolle Tips geben.

      Liebe Grüße und einen guten Start in das neue Jahr.

      Katty262
      "Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems" Zitat Gorbatschow
    • Hallo Katty 262,

      ich danke dir für diese ausführlich detailierte Hilfe und die Benennung der Kosten die natürlich bei solch aufwändigen Arbeiten entstehen.
      Wenn deine Autos immer noch in einem Top Zustand sind, dann spricht die Art des Aufbaus und der Pflege jawohl eine eindeutige Sprache. ;)


      Ich hab aktuell den Stand das ich mein Impreza weitestgehend bis auf die Türen und die Heckklappe komplett zerlegt hab und die Roststellen die ich freigelegt hab( Siehe Beitrag " Schlachten beginnt) bereits mit Rostumwandler eingepinselt hab. Wenn ich das nächste mal in der Halle bin dann schau ich mal wie der hiess.

      Was den Vorgang nach der Trocknung angeht, also das konservieren, da hab ich gehört soll altes Motoröl gut sein.
      Wurde mir von mehreren in meiner Umgebung schon ans Herz gelegt.
      Da sie `s früher bei den Trabis auch gemacht haben.
      Und die fahren ja heute noch in gutem Zustand rum wenn man mal einen sieht.
      Der Hintergrund dabei is ja klar.
      Das Öl kann nicht mit dem Wasser emulgieren. Daher is auch kein Rost mehr vor zu finden.
      Ich bin deshalb eigentlich von dieser Methode überzeugt. (Verbesser mich wenn du anderer Meinung bist)

      Mal ganz dumm gefragt, welches Produkt auf Wachsbasis würdest du empfehlen?


      Und den Unterbodenschutz, da reichen wirklich die frei gesagt normalen Baumarkt Dosen aus?
      Fehlende PS werden durch Rallygene ersetzt :D
    • Hi liebe Schneeflocke,

      a, bis jetzt hat es mit meiner Methode ganz gut funktioniert. Habe aber auch ein wenige Lehrgeld vor 25 Jahren bezahlt.
      mein Benz den ich seit 26 Jahren (gut konserviert) fahre)

      Den Polo habe ich 1991 als Neuwagen gekauft (und sofort Konserviert) bis heute Rostfrei

      Altöl, oh ha. Also das hat man in den 1930er bis 1960er gemacht, weil es schlichtweg keine Konservierungsprodukte zu kaufen gab. Aus Umweltschutzgründen heute undenkbar und jeder TÜV Prüfer zeigt Dir die Rote Karte wenn Du mit einem Komplett veröltem Unterboden vorfährst (ist also heute strikt verboten so was).

      Da Dein weisser schon so weit zerlegt ist, hast Du die beste Ausgangsbasis. Mit Rostumwandler die angerosteten Bauteile zu bearbeiten ist der richtige Weg. Es gibt Rostumwandler die müssen mit Wasser neutralisiert werden bevor weiter beschichtet wird (sonst hält nichts) z.B. Fertan, dann gibt es welche die müssen nur nachbehandelt werden (also mit Rostschutzgrundierung versehen werden) und es gibt Umwandler die können nach Trocknung direkt weiter beschichtet werden (Unterbodenschutz, Wachs, Fett, etc.). Das ist z.B. der BOB Umwandler. Schau am besten mal in die Beschreibung des von Dir verwendeten Produktes.

      Da Du um die Anschaffung einer Druckbecherpistole nicht rum kommst, würde ich den Wachsunterbodenschutz in 1 Ltr. Gebinden kaufen (gibt es für ca. 9 €). Die Spraydosen (meist 400 ml) kosten das gleiche. Wenn Du eine Druckbecherpistole kaufst, achte drauf, das eine Sonde (für die Hohlräume) und eine Flächenstrahldüse (für den Unterbodenschutz) dabei ist.

      Wichtig (wird oft vergessen). Bevor Du die vorderen Kotflügel montierst, unten (wo der Kotflügel auf dem Schwellet aufliegt) und oben (wo der Kotflügel auf dem Stehblech aufliegt) ordentlich mit einem Fett konservieren.

      Zusammenfassend also:

      01) Rostumwandler der auch Grundierung ist verwenden. Wenn nicht, Flächen mit Rostschutzprimer nachbehandeln.

      02) Unterboden, Radhäuser mit Unterbodenschutz auf Wachsbasis behandeln

      03) Hohlraume mit Fetthaltigen Produkten (z.B. Liquid Film A) behandeln

      Un den Arbeitsschutz nicht (Brille, Handschuhe mind.) vergessen (es sei denn du magst Kurzhaarschnitte, das Zeug geht nicht aus den Haaren). Ich stülpe mit immer eine Kopfhaube aus dem Küchenbedarf auf den Kopf.

      Liebe Grüße und komme gut in das neue Jahr.

      Katty262
      "Man ist entweder Teil der Lösung oder Teil des Problems" Zitat Gorbatschow